Donnerstag, 26. Januar 2017

Die Archäologin (Teil 1)

Hallo ihr lieben!
Wie ihr vielleicht wisst habe ich vor einiger Zeit ein Bild von meiner (zu dem Zeitpunkt) neu erworbenen Nofretete-Taschenuhr auf Facebook, mit der Anmerkung inspiriert worden zu sein, gepostet. Ich fühlte mich an den Archäologie- und Historikerboom des viktorianischen Zeitalters erinnert und wollte gerne eine Klamotte in diesem Setting nähen. Das Konzept sollte ein bisschen "woman in a men's world" ausstrahlen, also habe ich mich für Pumphose und Weste mit einem Tournürenüberrock und der obligatorischen Schleife entschieden. Eigentlich bin ich für mehr Farbe im Steampunk, dennoch habe ich diesmal Stoffe in Brauntönen gewählt. Auf einen kleinen Touch Farbe wollte ich allerdings nicht verzichten, daher: roter Stoff für die Weste.




Begonnen habe ich mit der Pumphose in einem hellen, cremigen Braun. Dazu habe ich einfach ein Quadrat ausgeschnitten, zu einem Dreieck gelegt und die beiden offenen Ränder zusammen genäht. Danach einfach die beiden Ecken am gefalteten Rand, sodass die Füße durchpassen und die letzte Ecke passend zum Hüftumfang abschneiden.






Zu guter letzt kam dann noch der Bund dran. Als Verschluss habe ich mich für zwei große, unterschiedlich gefärbte Knöpfe entschieden. Ich fand, dass es aussieht, als wäre in der Wüste einer verloren gegangen und musste dann mit dem ersetzt werden was man gerade da hatte.








So sieht die Hose getragen aus:




Nächste Woche zeige ich dann den Überrock mit Popokissen.

Mittwoch, 18. Januar 2017

Schokomilchbärtchen

Hallo ihr lieben!
Heute möchte ich euch ein Rezept für alle Schnurrbart- und Biskuitliebhaber vorstellen: Schokomilchbärtchen! Sie bestehen aus einem fluffigen Schokoladenbiskuitteig und einer aromatisierten Schoko-Sahne Füllung. Natürlich schmecken sie auch hervorragend, wenn man keine Bartausstecher besitzt :)



Zutaten für den Bisquit:

4 Eier
100g Weizenmehl
80g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
1 Prise Salz
20g Backkakao
30 ml Wasser


Zutaten für die Füllung:

200 ml kalte Schlagsahne
1/2 Pck. Vanillezucker
1/2 Tl Honig
3 - 4 Tropfen Rumaroma (oder 1 Tl echten Rum)
50g weiße Schokolade (gehackt)


Zubereitung:


Zu erst wird er Biskuitteig gemacht. Hierfür werden die Eier zusammen mit Zucker und Vanillezucker aufgeschlagen bis die Masse eine creme-weiße Farbe und eine fluffige Konsistenz angenommen hat.
Dann separat Mehl, Kakao und Salz mischen und in das Ei-Zuckergemisch sieben. Das ganze vermischen und auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen. Der Teig muss nun bei 170 °C Ober- Unterhitze etwa 10 Minuten backen.
Unmittelbar nach dem Backen den Teig mit der Oberseite auf ein zweites Backpapier legen. Erst danach das Papier, auf welchem der Teig gebacken wurde, abziehen!
Nun mit einem sauberen Tuch abdecken und auskühlen lassen. Wenn der Teig kalt ist, die trockenen Ränder abschneiden und mit Keksausstechern in Schnurrbart- oder einer beliebigen anderen Form immer paarweise Motive ausstechen.

Für die Füllung wird erstmal die weiße Schokolade geschmolzen und beiseite gestellt. Sie härtet nicht sofort aus, wer sich dennoch Sorgen macht, dass sie wieder hart werden könnte, kann 1/2 Tl Wasser unterrühren. 
Nun die kalte Sahne mit Vanillezucker, Honig und Rum(aroma) steif schlagen. Danach einen kleinen Teil der Sahne zur inzwischen etwas abgekühlten, aber noch flüssigen weißen Schokolade geben und unterheben. Wenn sich alles gut vermischt hat, die restliche Sahne ebenfalls unterheben.

Jetzt kann die Sahnefüllung auf die Hälfte des ausgestochenen Biskuits gegeben werden. Die andere Hälfte der Motivpaare wird dann als Deckel drauf gelegt und leicht angedrückt. Am besten schmeckt das ganze, wenn es noch ca. 30 min. im Kühlschrank kaltgestellt wird.

Wenn ihr Rumaroma statt echtem Rum verwendet, schmeckten die Bärtchen wie Milchschnitte und sind auch für kleine (noch) nicht-Bartträger geeignet :) 

Die angegebene Menge reicht für ca. 10 Schokomilchbärtchen.



Dienstag, 10. Januar 2017

Folge dem weißen Kaninchen...

Hallo ihr lieben! Ich hoffe ihr seid alle gut ins neue Jahr gerutscht :)
Beim Durchsehen meiner Entwürfe ist mir aufgefallen, dass aus irgendwelchen Gründen die Abschlussfotos des Projekts "Weißes Kaninchen" nie gepostet wurden, obwohl sie im Juni letzten Jahres automatisch hätten hochgeladen werden sollen. Also hole ich das hiermit nach ^^
Nächste Woche gibt es dann wieder ein Rezept :)




Samstag, 28. Mai 2016

Das Puppenkleid: Suzy (Update 2)

Hallo! Heute möchte ich euch meine neue Freundin Suzy vorstellen.
Sie ist so freundlich sich für die Schleife des Kleides herzugeben:




Erst einmal habe ich sie auseinander genommen.

Und Kümmerte mich dann um den Kopf. Hier seht ihr von rechts nach links ein Haargummi als Stirnband und Wattepad, Seifenwasser, Desinfekt/Nagellackentferner als Makeupentferner

So sieht die gute nun sauber, ohne weiße Lippen und Augenbrauen aus

Und mit neuer Frisur...


Ich weiß nur nicht, was ich mit dem Torso machen soll... irgendwelche Ideen?

Sonntag, 22. Mai 2016

Was lange währt wird endlich gut...

Hallihallo! Ich habe schon vor einiger Zeit betont, dass mit diesem Outfit noch größeres geplant ist:


Nun, nach etwa zwei Jahren habe ich es endlich geschafft es zu dem zu machen was es werden sollte. Eine Interpretation des weißen Kaninchens aus Alice im Wunderland. Es hat solange gedauert, weil ich keine Lösung für mechanische Ohren fand und weil ich eine Jacke nähen wollte mit dessen Schnittmuster ich nicht zurecht kam. Doch mit den Nekomimi-Ohren als Grundlage bin ich schließlich fündig geworden und habe Hasenohren als Überzug für die Schaumstoffaufsätze genäht. Eine Jacke habe ich schließlich doch gekauft, die Luft war einfach raus.


Den alten Hasenpuschel (welcher cremefarben war) habe ich gegen einen neuen, besser sichtbaren und farblich zu den Ohren passenden eingetauscht.


Dazu eine Perücke, (eventuell Kontaktlinsen die sich noch in der Lieferung befinden), Handschuhe, Stulpen, die passenden Schuhe und natürlich das Kleid mit Corsage und schon habe ich nach einer langen Zeit des frustriert vor-mich-her-schiebens schließlich alle Einzelteile vor mir liegen.

Abschlussfotos folgen (hoffentlich) in den nächsten Wochen ;D

Mittwoch, 16. Dezember 2015

Guinness-Schokoladentorte mit Bailey's Icing und Toffee

Hallo ihr lieben!
Heute erkläre ich euch wie man die wunderbare Torte backt, welche ich zu Scrooges Geburtstag zusammen warf.
Inspiriert ist sie von einer amerikanischen Konditorin, dessen Rezept ich von den Mengen her verändert und in Gramm umgerechnet habe. Ferig sollte die Torte etwa so aussehen:






Zutaten:

Kuchenteig für 1 Boden
237 ml Guinness
225g ungesalzene butter
85g echter (dunkler) Kakao
240g Mehl
240g Zucker
2 Tl Backpulver
1 Tl Salz
2 große Eier
85g saure Sahne


Bailey’s Icing
250g Frischkäse, Raumtemperatur
115g ungesalzene Butter, Raumtemperatur
455g Puderzucker
1 Tl Vanilleextrakt
3 El Bailey's 


Toffee
150g Zucker
45ml Ahornsirup
45ml Wasser
1 1/2 Tl Backpulver


So wird's gemacht:

Kuchenteig:
Mehl, Zucker, Backpulver und Salz in einer Schale vermengen. Guinness in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze die Butter darin zerlassen, Kakao einrühren. Etwa auf Körpertemperatur abkühlen lassen (einfach mit dem Finger testen). Sahne cremig schlagen und mit den Eiern vermengen. Nun das etwas abgekühlte Butter-Schoko-Guinness-Gemisch einrühren. Nach und nach die trockenen Zutaten bei geben. Nicht wundern, der Teig soll so flüssig werden ;)

Bei 180°C 25-30 min. backen.

Icing:
Frischkäse cremig schlagen, Butter nach und nach unter weiterem Rühren hinzu geben. Nun Puderzucker Löffelweise zur cremigen Masse rühren. Zu letzt Vanilleextrakt und Bailey's hinzu fügen.

Toffee:
Zucker, Wasser und Ahornsirup in einen Topf geben und 10-12 min erhitzen, bis das ganze eine zähflüssige Masse geworden ist. Fix das Backpulver einrühren und in eine Form gießen. Nicht glatt streichen oder schwenken! Kalt stellen.

Samstag, 21. November 2015

Aniskuchen nach viktorianischem Rezept

Endlich, endlich, endlich bin ich dazu gekommen ein Rezept aus diesem Schätzchen auszuprobieren:


Es ist ein Koch und Backbuch von Henriette Davidis welches in dieser Auflage 1884 erschien. Die erste Auflage erschien 1845, noch unter dem Titel "Praktisches Kochbuch. Zuverlässige und selbstgeprüfte Recepte der gewöhnlichen und feineren Küche. Practische Anweisung zur Bereitung von verschiedenartigen Speisen, kalten und warmen Getränken, Gelees, Gefrornem, Backwerken, sowie zum Einmachen und Trocknen von Früchten, mit besonderer Berücksichtigung der Anfängerinnen und angehenden Hausfrauen"

Für den Kuchen gibt eine Variante für Anfänger und eine für Fortgeschrittene. Erstere habe ich ausprobiert, da ich keine Ahnung hatte wie sich das mit einem modernen Ofen verhält etc.
So sieht das Ergebnis aus:





Ich stelle beide Varianten vor. Zum besseren Verständnis habe ich die Rezepte sprachlich übertragen.


Variante I (für Anfänger)

Zutaten:
6 Eier
375g Zucker
375g Weizenpuder oder Mehl
20g Anissamen (ganze, nicht gemahlen)
Je nach Geschmack etwas Vanille oder Muskatnuss

Zucker, Mehl, Anissamen, evt. Vanille oder Muskatnuss vermengen. Eier trennen.
Löffelweise die trockene Mischung in das Eigelb geben, nach jedem Löffel gut durchrühren. Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unterheben. Mischung in eine Form geben.

Ofen auf 180° Unterhitze vorheizen. 
Nach 5-10 Minuten backen den Ofen auf Ober-Unterhitze umstellen und 35-40 Minuten bei gleicher Hitze weiterbacken lassen.


Variante II (für Fortgeschrittene)

Originaltext (Übertragung weiter unten)

10 frische Eier, 10 Eier schwer durchgesiebter Zucker, 5 Eier schwer Puder, in Ermangelung desselben beste pulverisierte stärke oder feines erwärmtes Mehl, beides durchgesiebt, und 50Gr. ausgesuchter Anissamen.

Der Zucker wird unter starkem rühren nach und nach zu den Eidottern gefügt und 1/4 Stunde lebhaft gerührt. Dann rührt man den Anissamen und den Puder löffelweise hinein. Nachdem die Kuchenmasse im ganze 1/2 Stunde stark und gleichmäßig gerührt ist, wird das zu steifem Schaum geschlagene Eiweiß leicht durchgezogen und die Masse in der zugerichteten Form oder Kuchenpfanne bei mäßiger Hitze, welche Anfangs von unten etwas stärker sein kann, 3/4 Stunde gebacken.
Anmerk. Dieser Kuchen ist nach dem Angegebenen Verhältnis und wenn hierbei die nötige Vorsicht angewandt wird, ganzvorzüglich. Überreste können in einer genau zugedeckten Porzellanschüssel lange Zeit aufbewahrt werden.

Übertragung

Zutaten: 
10 Eier
560g Zucker
280g Weizenpuder, bei Ermangelung Speisestärke oder erwärmtes Mehl
50g Anissamen (ganze, nicht gemahlen)

Eier trennen. Zucker unter starkem Rühren nach und nach zum Eigelb geben. Löffelweise Anissamen und Weizenpuder hineingeben und jedes Mal gut vermengen.
Eiweiß steif schlagen und unterheben. Teig in eine Form geben.

Ofen auf 180° Umluft Unterhitze vorheizen und nach 5-10 min. Backzeit auf Ober-Unterhitze umstellen. Dann weitere 35-40 min. backen lassen.